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  • mattia

004 - Schulbus, Van, Anhänger oder doch Camper?

Updated: Nov 14, 2018

Ganz zu Beginn unseres Projekts, als wir langsam von der Phase des Träumens in die Phase der konkreten Planung übergingen, fragten wir uns, welches Gefährt wohl das richtige für unser Vorhaben ist.


Motiviert und aufgeschlossen wägten wir folgende Optionen gegeneinander ab:


Der gelbe, amerikanische Schulbus war lange unser Favorit. Inspiriert von den Geschichten anderer Skoolie-Besitzern recherchierten wir viele Stunden und schauten unzählige "How-To" Videos. Nach der anfänglichen Euphorie stellten wir jedoch bald fest, dass wir für ein solches Projekt zu viel Zeit und Geld in den Umbau stecken müssten (rund 3 Monate & $ 20'000).


Im August 2017 umrundeten wir in zwei Wochen die grüne Insel in einem gemieteten orangen VW T2 Bus namens Eddie. Während dieser Zeit lernten wir nicht nur das wunderschöne Land kennen, sondern auch das Leben auf rund 3 Quadratmetern. Besonders an den Tagen&Nächten, die wir wild, d.h. nicht auf einem Camping-Platz mit Strom, WC, Dusche etc. verbrachten, merkten wir, dass uns gewisse Utensilien fehlten. :-)


Durch diese Erfahrungen, einem klareren Budget und mehr Wissen kamen wir zum Entschluss, dass wir uns nach einem Campervan oder einem kleinen Motorhome (Class B oder C) umschauen würden.


Und so begann die Suche.


An den vielen nassen Herbsttagen durchforsteten wir das Internet. Zuerst fragten wir Google "how to buy a used motorhome" und folgten den Linkvorschlägen auf Craigslist, eBay und RVTrader. Diese Art der Suche verschaffte uns einen guten Überblick darüber, was wir für unser Budget erwarten konnten. Dadurch, dass die Kandidaten aber noch rund 8000km entfernt waren, beschränkte sie sich aber auch auf's Bilder anschauen und Texte lesen.


In Florida angekommen, legte wir dann gleich am dritten Tag so richtig los. Auf den unvorstellbar grossen Verkaufsgeländen einiger RV-Dealern (professionelle Händler) liessen wir uns in Golfcarts herumchauffieren. Sobald wir unser Budget nannten, kehrten die enttäuschten Verkäufer jedoch gleich wieder um und gaben damit an, dass sie so was hier nicht hätten.


Wir konzentrierten uns also wieder auf die Internetsuche und suchten Angebote von privaten Verkäufern. Bald machten wir dort auch die ersten realistischen Optionen aus und vereinbarten Besichtigungstermine.

Nach Testfahrten in einem 1984er Mitsubishi L300 mit 160'000km ohne Klimaanlage, Dusche und keinen Ersatzteilen im Land - der Camper wurde von einem Deutschen Ehepaar kürzlich importiert -, und einem zweckentfremdeten 1987er Dodge RAM RV Van wussten wir nicht so recht wie weiter.


Nach zwei Wochen im Land wollten wir langsam aber sicher vorwärts machen und nicht mehr tatenlos zuhause rumsitzen. So war der Mitsubishi zwischenzeitlich ein heisser Anwärter. Mit jeder zusätzlichen Nacht, die wir darüber schliefen, kamen aber mehr Zweifel dazu.

  • Sollten wir wirklich das erste Fahrzeug, das wir besichtigten gleich kaufen?

  • Hält ein 34 jähriges Fahrzeug unsere Reise durch?

  • Was machen wir in Texas, New Mexico und Arizona ohne Klimaanlage?

  • Wollen wir wirklich auf eine Dusche verzichten?

Wir entschieden uns dagegen und dafür, noch etwas Geduld zu haben.


Geduld, die sich ausgezahlt hat...

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